Die EU-KI-Verordnung verlangt ab August 2025 die Kennzeichnung KI-generierter Bilder. Ein Gesetzentwurf des Bundesrats sah bis zu fünf Jahre Haft für die Verbreitung von Deepfakes vor. Er scheiterte am Wahlkalender. Die Detektionstools? Funktionieren unzuverlässig. Das Ergebnis: ein rechtsfreier Raum, in dem synthetische Realität und echte Realität ununterscheidbar werden.
Im Januar 2026 sorgte Elon Musks KI „Grok” für einen Skandal: Nutzer konnten hochgeladene Fotos von Personen entkleiden lassen. Die strafrechtlichen Lücken sind, so Justizministerin Hubig, „massiv”.
In Wer träumt für uns ist diese Rechtslücke der Nährboden, auf dem POLIS gedeiht. Wenn schon Deepfakes die Justiz überfordern, hat ein staatliches KI-System mit institutioneller Legitimität noch weniger Kontrolle zu befürchten. Der Roman zeigt: Das Problem sind nicht fehlende Gesetze – es ist die systemische Unfähigkeit, mit der Geschwindigkeit der Technologie mitzuhalten.
Quellen: heise/c’t – Deepfakes im Visier von AI Act und deutschem Strafrecht
