Leseprobe aus „Wer träumt für uns” von Nora Feld


Kapitel 1 – Prognose

Die Kaffeemaschine wusste es vor ihr.

Mara Levin stand in der Küche ihrer Zweizimmerwohnung in Berlin-Mitte, barfuß auf den kalten Fliesen, und beobachtete, wie der Vollautomat exakt um sechs Uhr dreiundzwanzig zu mahlen begann – drei Minuten früher als an gewöhnlichen Dienstagen, weil der Kalender einen Termin im Kanzleramt verzeichnete und das System gelernt hatte, dass Regierungstermine einen früheren Aufbruch erforderten. Der Algorithmus, der ihre Morgenroutine steuerte, war banal. Temperatur, Verkehr, Terminlage. Trotzdem ertappte sie sich dabei, wie sie dem Gerät manchmal zunickte, als verstünde es etwas.

Draußen regnete es. Ein feiner, unentschlossener Regen, wie ihn Berlin im Oktober 2038 produzierte – nicht stark genug, um Pläne zu ändern, aber hartnäckig genug, um alles mit einem Film aus Gleichgültigkeit zu überziehen. Mara trug ein weißes Hemd, das sie in die Hose gesteckt hatte, und ihr Haar war streng zurückgebunden. Sie sah aus wie jemand, der Kontrolle nicht als Eigenschaft verstand, sondern als Arbeit.

Auf dem Küchentisch lag ihr Tablet, aufgeschlagen auf der Seite des Prognosedienstes. MERIDIAN hieß das System, das seit vier Jahren die politische Landschaft Deutschlands vermessen sollte wie ein Meteorologe das Wetter. Wahrscheinlichkeiten für Gesetzesinitiativen, Stimmungsindizes nach Bundesländern, Konfliktpotenziale in Echtzeit. Mara scrollte durch die Morgenzusammenfassung, während der Kaffee in die Tasse lief.

Koalitionsstabilität: 67,3 % (–2,1 seit Montag).

Zustimmung zur Digitalreform: regional divergent.

Empfohlene Kommunikationsstrategie: moderater Optimismus, Vermeidung von Zukunftsversprechen.

Sie las den letzten Punkt zweimal. Vermeidung von Zukunftsversprechen. So klang Demokratie im Jahr 2038 – nicht wie ein Aufbruch, sondern wie eine Schadensbegrenzung.

Mara nahm den Kaffee und trat ans Fenster. Unter ihr die Friedrichstraße, noch halb leer um diese Uhrzeit. Ein autonomer Lieferwagen glitt geräuschlos durch eine Pfütze. Zwei Jogger mit leuchtenden Armbändern liefen synchron nebeneinander her, ihre Herzfrequenzen vermutlich auf denselben Server gestreamt. Die Stadt funktionierte. Sie funktionierte sogar gut. Aber Mara konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Funktionieren selbst zum Problem geworden war. Alles lief, niemand lenkte. Oder genauer: Alle lenkten, aber niemand entschied.

Ihr Telefon summte. Lena, ihre Assistentin am Institut für Digitale Governance.

„Die Vorabversion des Berichts ist da. Soll ich sie direkt an Staatsminister Weidner weiterleiten?”

„Nein”, sagte Mara. „Ich will ihn erst lesen.”

„Er ist dreihundert Seiten lang.”

„Dann trinke ich den Kaffee schneller.”

Es war kein Witz. Oder doch, aber einer, den nur Mara verstand, weil er die Wahrheit enthielt: Sie las alles. Jedes Dokument, jeden Anhang, jede Fußnote. Nicht aus Pflichtbewusstsein, sondern aus Misstrauen. Wer nicht alles las, war abhängig von dem, der zusammenfasste. Und wer zusammenfasste, entschied.

Sie stellte die Tasse in die Spüle und warf einen letzten Blick auf MERIDIAN. Ganz unten, in der Rubrik Langzeittrends, stand ein Satz, den das System offenbar für bemerkenswert genug hielt, um ihn rot zu markieren: Bereitschaft zur Delegation politischer Entscheidungen an algorithmische Systeme: +14 % seit Q1. Vierzehn Prozent mehr Menschen, die bereit waren, Maschinen entscheiden zu lassen, was sie selbst nicht mehr entscheiden wollten. Mara kannte die Studien dahinter. Es war keine Technikbegeisterung, die diesen Trend trieb. Es war Resignation, verkleidet als Fortschrittsoptimismus.

Sie zog die Jacke an, eine dunkelblaue, die sie seit Jahren trug und die inzwischen an den Ellbogen dünn geworden war, ohne dass sie sie ersetzen wollte. Manche Dinge behielt man nicht, weil sie funktionierten, sondern weil der Gedanke an ihren Verlust schwerer wog als ihre Mängel. Mara wusste, dass dieser Satz auch auf Demokratien zutraf, und vielleicht war das der Grund, warum sie jeden Morgen aufstand und in ein Institut fuhr, das die Regierung beriet, ohne je gehört zu werden.


Das Kanzleramt lag am Spreebogen wie ein Versprechen, das niemand mehr einlöste. Der Bau war 2001 eingeweiht worden, ein Statement in Beton und Glas – transparent, zugänglich, modern. Siebenunddreißig Jahre später wirkte er wie ein Relikt aus einer Zeit, in der Architektur noch glaubte, Politik sichtbar machen zu können. Die Fenster waren sauber, die Flure klimatisiert, die Sicherheitsschleusen leise. Alles funktionierte. Mara passierte drei Kontrollen, legte ihr Handy ab, erhielt ein Besuchertablet mit eingeschränktem Zugang und wurde in einen Raum im vierten Stock geführt, der nach frischem Teppich roch.

Staatsminister Jörg Weidner war ein Mann, der seine Bedeutung durch Bewegungslosigkeit kommunizierte. Er saß bereits am Tisch, als Mara eintrat, die Hände gefaltet, der Blick auf einem Punkt knapp über ihrer Schulter, als betrachte er etwas, das wichtiger war als ihre Anwesenheit.

„Frau Levin. Danke, dass Sie so kurzfristig kommen konnten.”

Es war keine Kurzfristigkeit. Der Termin stand seit drei Wochen. Aber Weidner inszenierte Dringlichkeit, weil Dringlichkeit Relevanz suggerierte.

„Es geht um die Bürgerbeteiligungsstudie”, sagte er, ohne eine Frage daraus zu machen. „Der Kanzler möchte wissen, ob deliberative Verfahren skalierbar sind.”

Mara setzte sich. „Die kurze Antwort ist: Ja, technisch. Nein, politisch.”

Weidner hob eine Augenbraue. Es war die einzige Bewegung, die er zuließ. „Erklären Sie.”

„Wir haben die Daten aus sechzehn Modellkommunen ausgewertet. Bürgerräte funktionieren. Sie produzieren differenziertere Empfehlungen als Parlamentsausschüsse, sie erhöhen die Akzeptanz von Entscheidungen, sie reduzieren Polarisierung – lokal. Das Problem beginnt, sobald man hochskaliert.”

„Warum?”

„Weil Skalierung Abstraktion erfordert. Und Abstraktion Vertrauen zerstört. Menschen vertrauen einander in einem Raum. Sie vertrauen keiner Plattform.”

Weidner schwieg einen Moment. In diesem Schweigen lag eine Berechnung, die Mara kannte: Er wog nicht ihre Argumente, sondern ihre Nützlichkeit.

„Der Kanzler”, sagte er schließlich, „hält die Wahlbeteiligung für das zentrale Problem der nächsten Legislatur.”

„Die Wahlbeteiligung ist ein Symptom”, sagte Mara.

„Symptome gewinnen Wahlen, Frau Levin.”

Er hatte nicht unrecht. Bei der letzten Bundestagswahl hatten 41 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben. Nicht aus Protest, nicht aus Gleichgültigkeit – aus Erschöpfung. Die Demokratie war nicht angegriffen worden. Sie war ausgelaufen wie eine Batterie, die niemand rechtzeitig gewechselt hatte.

Mara öffnete ihren Bericht auf dem Besuchertablet und schob es über den Tisch. „Seite 214. Dort beginnt der Abschnitt über KI-gestützte Deliberation.”

Weidner blickte auf das Tablet, als hätte sie ihm eine Handgranate gereicht. „Zusammenfassung?”

Natürlich. „Es gibt Systeme, die Bürgerversammlungen auswerten können. Argumentationsmuster erkennen, Werteabwägungen clustern, Kompromissoptionen identifizieren. Die Technologie existiert. Was fehlt, ist ein System, das nicht optimiert, sondern abbildet.”

„Der Unterschied?”

„Optimierung hat ein Ziel. Abbildung hat eine Haltung.”

Weidner faltete die Hände noch enger. „Das klingt nach Philosophie.”

„Das klingt nach Demokratie”, sagte Mara. „Aber ich verstehe, dass die Unterscheidung nicht immer offensichtlich ist.”

Es war eine Grenze, die sie bewusst überschritt. Weidner registrierte es, entschied sich aber dagegen, darauf zu reagieren. Auch das war eine Berechnung.

„Wir werden Ihren Bericht prüfen”, sagte er und stand auf. Das Gespräch war beendet. Zwanzig Minuten für dreihundert Seiten Forschung. Mara packte das Tablet ein und nickte. An der Tür drehte sie sich noch einmal um.

„Herr Weidner. Der Kanzler fragt, ob deliberative Verfahren skalierbar sind. Aber die eigentliche Frage ist, ob er bereit wäre, Macht abzugeben, wenn sie es wären.”

Weidner sah sie an. Zum ersten Mal direkt, nicht über ihre Schulter hinweg. „Das”, sagte er leise, „ist eine Frage, die man in diesem Gebäude nicht stellt.”

„Ich weiß”, sagte Mara. „Deshalb stelle ich sie.”

Sie ging den Flur entlang, vorbei an den Porträts ehemaliger Kanzler, die von den Wänden blickten wie Zeugen eines Versprechens, das mit jedem Jahrzehnt blasser wurde. Am Ausgang gab sie das Besuchertablet zurück und trat in den Regen. Die Spree floss grau und gleichmütig unter der Brücke hindurch. Ein Ausflugsdampfer, der keine Touristen mehr trug, sondern als schwimmendes Coworking-Space diente, glitt vorbei. Auf seinem Deck saßen Menschen vor Bildschirmen, die Köpfe gesenkt, als beteten sie.


Auf dem Rückweg zum Institut saß Mara in der S-Bahn und beobachtete die Menschen um sich herum. Eine Frau mittleren Alters las auf ihrem Telefon einen Artikel, dessen Überschrift Mara im Spiegelbild der Scheibe erkennen konnte: Vertrauen in Institutionen auf historischem Tiefstand. Daneben ein junger Mann mit Kopfhörern, der auf seinem Bildschirm ein Spiel spielte, bei dem es darum ging, eine virtuelle Stadt zu regieren. Gegenüber ein älterer Herr, der aus dem Fenster starrte, als suche er dort etwas, das er verloren hatte.

Mara dachte an Weidners Frage. Ob deliberative Verfahren skalierbar seien. Die Frage war falsch gestellt, aber das konnte sie ihm nicht sagen, weil die richtige Frage ihn arbeitslos gemacht hätte: Ist repräsentative Demokratie noch die beste Methode, kollektive Entscheidungen zu treffen? Und wenn nicht – was dann?

Ihr Telefon vibrierte. Eine Nachricht von Lena: Anfrage von der Tech-Ethik-Konferenz in München. Podiumsdiskussion nächste Woche. Thema: „Kann KI Demokratie retten?” Soll ich zusagen?

Mara tippte: Wer sitzt sonst auf dem Podium?

Drei Punkte. Dann: Prof. Hartmann (TU München), ein Vertreter des BSI, und ein Programmierer von einem Open-Source-Projekt. Amir Duran. Kennen Sie den?

Der Name sagte ihr nichts. Sie googelte ihn auf dem Rückweg. Siebenundzwanzig Jahre alt, Informatiker, hatte an der ETH Zürich studiert und danach bei einem Civic-Tech-Startup in Wien gearbeitet, das Wahlanalysen automatisierte. Sein letzter veröffentlichter Aufsatz trug den Titel Transparenz als Default: Warum offene Systeme demokratischer sind als kontrollierte. Mara las die ersten drei Absätze und spürte gleichzeitig Zustimmung und Widerspruch, was selten vorkam und sie deshalb interessierte.

Zusagen, tippte sie.

Sie lehnte den Kopf gegen die kühle Scheibe der S-Bahn und scrollte weiter durch Durans Profil. Ein Foto zeigte ihn auf einer Bühne in Amsterdam, die Ärmel hochgekrempelt, ein Lächeln, das nicht für die Kamera bestimmt war, sondern für den Gedanken, den er gerade aussprach. Er wirkte wie jemand, der glaubte, dass die Welt besser werden konnte, und der diese Überzeugung nicht als Naivität empfand, sondern als Arbeitshypothese. Mara beneidete solche Menschen nicht. Aber sie brauchte sie, weil sie selbst diese Art von Glauben irgendwann zwischen Datenanalysen und Regierungsberatungen verloren hatte – nicht dramatisch, nicht in einem einzelnen Moment der Enttäuschung, sondern schleichend, wie Farbe, die aus einem Stoff gewaschen wird.

Die S-Bahn hielt am Alexanderplatz. Durch die Türen strömte feuchte Luft herein, zusammen mit dem Geräusch einer Straßenmusikerin, die Cello spielte. Bach, erkannte Mara. Eine Suite, deren Nummer ihr nicht einfiel. Die Musik war schön und traurig und vollkommen unnütz, und für einen Moment dachte Mara, dass genau darin ihr Wert lag: in der Weigerung, einem Zweck zu dienen.


Zurück im Institut, drittes Stockwerk eines Gründerzeitbaus in Kreuzberg, den die Humboldt-Universität vor Jahren angemietet und seitdem vergessen hatte. Maras Büro war ein Raum mit hohen Decken und einem Fenster, das auf einen Hinterhof ging, in dem eine Birke stand, die jedes Jahr ein wenig höher wuchs und bald das Fenster erreichen würde. An den Wänden hingen keine Bilder, nur ein Whiteboard, auf dem in ihrer kleinen, präzisen Handschrift die Worte standen: Wem nützt es? Wer zahlt? Wer entscheidet?

Sie setzte sich an den Schreibtisch und öffnete die MERIDIAN-Daten des Tages. Die üblichen Bewegungen: Die Regierungskoalition verlor an Zustimmung, nicht dramatisch, aber stetig, wie ein Gefäß, das unmerklich leckt. Die Opposition gewann nicht – sie füllte nur den Raum, den die Regierung hinterließ. Und am rechten Rand, dort wo die Daten in dunklere Farbtöne übergingen, wuchs etwas Neues.

Die Partei hieß Klare Linie. Gegründet vor drei Jahren, geführt von Menschen, die Mara nicht aus der Politik kannte, sondern aus der Unternehmensberatung, dem Militär, der Tech-Branche. Ihre Sprache war nicht die des klassischen Rechtspopulismus – kein Gebrüll, keine Sündenböcke, keine Verschwörungen. Stattdessen: Effizienz. Ordnung. Entscheidungsfähigkeit. Sie sprachen von Demokratie wie von einem Betriebssystem, das ein Update brauchte. Und sie stiegen in den Umfragen, Woche für Woche, nicht weil sie laut waren, sondern weil sie ruhig waren in einer Welt, die das Schreien satt hatte.

Mara starrte auf die Kurve. Sie dachte an den Moment in der S-Bahn, an die Frau mit dem Artikel, den jungen Mann mit dem Spiel, den alten Herrn am Fenster. Drei Menschen, drei Varianten des gleichen Zustands: informiert, beschäftigt, abgewandt. Niemand desinteressiert. Alle erschöpft.

Die Demokratie, dachte Mara, stirbt nicht an ihren Feinden. Sie stirbt an der Müdigkeit ihrer Freunde.

Sie stand auf, ging zum Fenster und öffnete es einen Spalt. Kalte Luft strömte herein, vermischt mit dem Geruch von nassem Laub und Abgas. Aus dem Hinterhof war das Klappern einer Tastatur zu hören – der Doktorand im zweiten Stock, der an seiner Dissertation über digitale Öffentlichkeiten schrieb und den Mara nur vom Geräusch seiner Arbeit kannte. Sie fragte sich manchmal, ob er wusste, dass die digitale Öffentlichkeit, die er theoretisch beschrieb, bereits begonnen hatte, sich von innen aufzulösen, leise und ohne Ankündigung, wie ein Gebäude, das nicht einstürzt, sondern dessen Bewohner einer nach dem anderen ausziehen.

Sie schloss das Prognosetool und öffnete stattdessen ein leeres Dokument. In die erste Zeile schrieb sie eine Frage, die sie seit Wochen verfolgte, die sie Weidner nicht gestellt hatte und die sie nun, allein in ihrem Büro mit der Birke vor dem Fenster, zum ersten Mal formulierte:

Was wäre, wenn ein System nicht entscheidet, sondern zuhört?

Sie starrte den Satz an. Dann löschte sie ihn. Dann schrieb sie ihn noch einmal, weil Löschen nichts ungeschehen machte, schon gar nicht einen Gedanken, der bereits existierte.

Ihr Telefon leuchtete auf. Eine Nachricht von Lena: Der Ministerialbeamte hat angerufen. Weidners Büro bittet um eine Kurzversion des Berichts. Zehn Seiten. Bis Freitag.

Dreihundert Seiten, destilliert auf zehn. Mara kannte dieses Spiel. Man bat nicht um Kürze, weil man Effizienz schätzte, sondern weil Kürze die Kontrolle darüber gab, was übrig blieb. Was nicht in die zehn Seiten passte, hatte nie existiert.

Sie würde die Kurzversion schreiben. Natürlich würde sie das. Aber sie würde auf Seite elf einen Anhang platzieren, der auf die Langversion verwies, und in diesem Anhang würde der Satz stehen, den sie gerade gelöscht und wieder geschrieben hatte. Manchmal war Subversion nichts weiter als eine korrekt gesetzte Fußnote.

Mara lehnte sich zurück und betrachtete die Birke, deren Blätter sich im Wind bewegten, rhythmisch und ohne erkennbares Muster, wie ein Gespräch, das kein Ziel verfolgte und gerade deshalb nicht aufhörte. Sie dachte an den Programmierer aus Wien, Amir Duran, und an seinen Aufsatz über Transparenz als Default. Sie dachte an die 41 Prozent Wahlbeteiligung und an Weidners Schweigen. Sie dachte an Jonas Kappel, den sie noch nicht kannte, der aber in drei Monaten ihr Büro betreten würde mit einem Lebenslauf, der zu dünn war für sein Talent, und einem Blick, der zu wach war für seine Stille.

Aber das wusste sie jetzt noch nicht. Jetzt wusste sie nur, dass sie eine Frage hatte, die größer war als jede Antwort, die das Kanzleramt von ihr erwartete.

Draußen ging der Regen in Niesel über, und die Birke bewegte ihre Blätter, als nicke sie.


Neugierig geworden?