Anthropic-CEO Dario Amodei hat zwei rote Linien gezogen: Keine Massenüberwachung von US-Bürgern. Keine vollautonomen Waffen ohne menschliche Kontrolle. Das Pentagon verlangte, diese Einschränkungen zu streichen. Anthropic weigerte sich.

Die Konsequenz war drastisch: Verteidigungsminister Pete Hegseth stufte Anthropic als „Sicherheitsrisiko in der Lieferkette” ein – eine Kategorie, die bisher Gegnern vorbehalten war. Präsident Trump ordnete an, dass alle Bundesbehörden und Auftragnehmer die Nutzung von Anthropics Claude einstellen. Stunden später verkündete OpenAI seinen eigenen Pentagon-Deal – mit angeblich denselben Schutzmaßnahmen, die Anthropic nicht akzeptabel fand.

Amodeis Argument war präzise: Heutige KI-Systeme seien „schlicht nicht zuverlässig genug” für autonome Waffenentscheidungen. Und Massenüberwachung „stellt ernsthafte, neuartige Risiken für unsere grundlegenden Freiheiten dar.” In Wer träumt für uns gibt es niemanden, der diese Linie zieht. POLIS wird übernommen, weil alle, die Nein sagen könnten, entweder schweigen oder zum Schweigen gebracht werden.

Quellen: Anthropic – Statement from Dario Amodei, heise – Anthropic rejects Pentagon ultimatum, Semafor – Palantir partnership at heart of rift