Das österreichische Parlament hat das Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften beauftragt, die Auswirkungen generativer KI auf die Demokratie zu untersuchen. Die zentrale Frage der im März 2025 veröffentlichten Studie: „Wie können wir in einer Demokratie mit dieser neuartigen Manipulation von Informationen und potenzieller Beeinflussung der öffentlichen Meinung umgehen – und wie können wir sie überhaupt erkennen?“
Die Studie untersucht Deepfakes als Werkzeug der politischen Manipulation, das Risiko der Diskreditierung und Erpressung von Politikern, aber auch die Potenziale generativer KI für parlamentarische Arbeit. Bemerkenswert: Die FPÖ kritisierte die Studie als einseitig – sie gewichte Risiken stärker als Chancen. Dass eine Partei eine Studie über KI-Manipulation als „unausgewogen“ bezeichnet, ist selbst ein Zeichen dafür, wie politisch das Thema bereits ist.
In Wer träumt für uns gibt es kein Parlament, das POLIS untersucht. Es gibt einzelne Menschen – Mara, Amir, Jonas – die versuchen, ein System zu verstehen, das schneller wächst als die Institutionen, die es kontrollieren sollen. Das österreichische Parlament tut, was die Figuren im Roman vergeblich fordern: Es stellt die Frage, bevor es zu spät ist. Ob die Antworten schnell genug kommen, ist eine andere Frage.
Quelle: Parlament Österreich – Generative KI und Demokratie (Studie, März 2025)