Der Mann, der Cambridge Analytica zu Fall brachte, warnt vor dem nächsten Skandal – und er sagt, er wird größer. Christopher Wylie, damals Datenarchitekt bei Cambridge Analytica, heute einer der profiliertesten Stimmen für KI-Regulierung, fordert: Künstliche Intelligenz muss reguliert werden wie die Luftfahrt oder die Pharmaindustrie. Identifiziere die Risiken. Teste vor der Veröffentlichung. Setze Compliance durch.
„Big Tech führt große Experimente an der Gesellschaft durch und findet die Probleme erst unterwegs”, sagt Wylie. Die Silicon-Valley-Logik – erst ausrollen, dann reparieren – habe schon bei Facebook versagt. Bei KI-Systemen, die autonom handeln, sei sie existenzgefährdend.
In Wer träumt für uns wird POLIS genau nach diesem Prinzip eingeführt: erst skalieren, dann evaluieren. Die Ethikerin Mara Levin entdeckt die Probleme, als das System längst zu tief in die demokratische Infrastruktur eingewachsen ist, um es einfach abzuschalten. Wylie beschreibt die Realität. Der Roman spielt durch, was als Nächstes kommt.
Quelle: Voxeurop – Christopher Wylie: We need to regulate AI before it regulates us
