51 Prozent der britischen Romanautoren glauben, dass KI ihre Arbeit vollständig ersetzen wird. 59 Prozent sagen, ihre Werke wurden ohne Erlaubnis oder Bezahlung für das Training von Sprachmodellen verwendet. 39 Prozent berichten, dass ihr Einkommen bereits durch KI gesunken ist. Die Zahlen stammen aus einer Cambridge-Studie mit 258 Autoren und 74 Brancheninsidern.
Parallel fordern über 70 Autoren – darunter Jodi Picoult, Lauren Groff und Dennis Lehane – in einem offenen Brief, dass die fünf großen US-Verlage sich verpflichten, nie KI-geschriebene Bücher zu veröffentlichen. 1.100 Unterschriften in 24 Stunden. Die Verlage, so die Autoren, seien „die nächste – und möglicherweise letzte – Verteidigungslinie.“
Wer träumt für uns wurde mit KI-Lektorat erstellt – das steht im Impressum. Der Roman nutzt KI als Werkzeug, nicht als Autor. Aber die Frage, die er stellt, gilt auch für die Literatur selbst: Wo endet das Werkzeug und wo beginnt die Kontrolle? Wenn 51 Prozent der Autoren glauben, ersetzt zu werden, ist das keine Zukunftsprognose. Es ist ein Stimmungsbild einer Branche, die spürt, dass die Regeln sich ändern – und nicht sicher ist, wer die neuen schreibt.
Quellen:
Cambridge/TechXplore – Half of novelists believe AI will replace their work
NPR – Authors petition publishers to curtail AI