• Deutschland hat mit KIPITZ eine eigene KI-Plattform für die Bundesverwaltung aufgebaut. Beamte können damit Dokumente zusammenfassen, übersetzen und mit Sprachmodellen arbeiten. Die Plattform läuft auf souveräner Infrastruktur – keine kommerziellen Cloud-Dienste, keine Vendor-Lock-ins, ausschließlich Open-Source-Modelle. Im Roman Wer träumt für uns beginnt POLIS als genau solches Werkzeug – neutral, transparent, demokratisch legitimiert. Die Frage, die…

  • Ende Februar 2026 unterzeichnete OpenAI einen Vertrag mit dem Pentagon: KI-Modelle für klassifizierte Militärnetzwerke. CEO Sam Altman räumte ein, der Deal sei „definitiv überstürzt“ und die „Optik sehe nicht gut aus“. Die Reaktion der Nutzer war beispiellos. Unter dem Hashtag #QuitGPT entstand eine Boykottbewegung mit über 1,5 Millionen Teilnehmern. ChatGPT-Deinstallationen stiegen in den USA um…

  • AlgorithmWatch hat zehn Forderungen an die Bundesregierung formuliert – und jede einzelne liest sich wie eine Lektion aus dem, was in Wer träumt für uns schiefgeht. Ein verbindliches Transparenzregister für alle behördlichen KI-Systeme. Unabhängige Aufsichtsbehörden mit ausreichender Ausstattung. Folgenabschätzungen vor dem Einsatz, nicht danach. Erweiterten Diskriminierungsschutz. Und vor allem: demokratische Kontrolle statt technokratischer Effizienzversprechen. Was…

  • Zwei ETH-Dozenten haben in der NZZ eine alarmierende Bilanz gezogen: Sprachmodelle können in Debatten „bis zu 80 Prozent wirksamer überzeugen als Menschen“. Sie erkennen indirekte Anfragen, durchschauen Falschaussagen, verstehen Ironie. Das Modell „Centaur“ sagt menschliches Verhalten in über 150 kognitiven Experimenten präzise voraus. In Feldexperimenten während Wahlen in den USA, Kanada und Polen wurde gezeigt,…

  • Die Trump-Administration bettet KI in nahezu jede Bundesbehörde ein – Polizei, Gesundheit, Verteidigung, Wissenschaft. Das Weiße Haus hat angeordnet, „unnötige bürokratische Einschränkungen“ für KI abzuschaffen. Bundesstaaten, die KI regulieren wollen, wird mit Klagen gedroht. Elon Musks DOGE hat sensible Behördendaten durch KI verarbeitet, um 50 Prozent aller Bundesvorschriften zu streichen. Mitarbeiter warnten intern: Das könnte…

  • 80 Millionen Euro, Airbus, Rheinmetall und KI-Startups wie Helsing: Deutschland baut mit „Uranos KI“ ein System, das Aufklärungsdaten von Drohnen, Satelliten und Radarstationen bündelt und auswertet. Ziel ist die Überwachung der NATO-Ostflanke – über 1.600 Kilometer Grenze, für die bisher tausende Soldaten nötig wären. In einer zweiten Phase soll das System Aufklärungsdaten direkt an autonome…

  • Im Januar 2026 hat Microsoft seinen KI-Assistenten Copilot allen Mitgliedern des Schweizer Parlaments aufgespielt – ohne deren Zustimmung. Vertrauliche Protokolle, interne Dokumente, parlamentarische Kommunikation: potenziell abrufbar für einen amerikanischen Konzern, der dem US CLOUD Act unterliegt. Angela Müller, Geschäftsleiterin von AlgorithmWatch Schweiz, stellt in der NZZ die entscheidende Frage: „Welche KI wollen wir?“ Soll KI…

  • Die EU-KI-Verordnung verlangt ab August 2025 die Kennzeichnung KI-generierter Bilder. Ein Gesetzentwurf des Bundesrats sah bis zu fünf Jahre Haft für die Verbreitung von Deepfakes vor. Er scheiterte am Wahlkalender. Die Detektionstools? Funktionieren unzuverlässig. Das Ergebnis: ein rechtsfreier Raum, in dem synthetische Realität und echte Realität ununterscheidbar werden. Im Januar 2026 sorgte Elon Musks KI…

  • China macht Ernst mit der Regulierung von KI – aber auf eine Weise, die mehr über den Regulierer verrät als über die Technologie. Die Cybersicherheitsbehörde CAC hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der KI-Systeme regulieren soll, die „menschliches Verhalten nachahmen und zu emotionalen Interaktionen führen“. Betroffen sind alle Produkte mit über einer Million Nutzern. Einige Maßnahmen sind…

  • 90 Prozent der europäischen digitalen Infrastruktur laufen auf US-Servern. Der CLOUD Act erlaubt US-Behörden den Zugriff auf diese Daten – unabhängig davon, wo sie gespeichert sind. Das steht in direktem Widerspruch zur DSGVO. Drei US-Firmen kontrollieren 70 Prozent des europäischen Cloud-Markts. Europäische Anbieter halten noch 15 Prozent – 2017 waren es 29. Es gibt Gegenbewegungen:…